The Odyssey
Muss man dazu noch was schreiben? Waren ja eh schon alle drin! Aber die Klappe zu Filmen zu halten war noch nie meine Stärke, also nehmt folgende Anmerkungen zu Nolans Ansatz entgegen, die Mutter aller Heldenreisen neu zu visualisieren. Zur kreuzdämlichen Debatte, welche Besetzung politisch korrekt ist, sage ich hier genau nichts, dazu möge man andere Quellen befragen (aber Lupita als Helena und Klytemnästra ist schon sehr cool). Vorausgeschickt: ich hatte Spaß und hab mich die knapp unter 3h solide unterhalten, allerdings bei näherem Hinsehen mit großen Qualitätsunterschieden der einzelnen Episoden, von überflüssig (silberne Roboter-Riesen, die vermutlich die Lästrygonen darstellen sollen) über bieder und klobig inszeniert (eigentlich fast alles bei Hofe auf Ithaka) bis in den besten Momenten fast Kurosawa-esken traumartigen Sequenzen (Circe, Hades). Die Anti-Kriegs- und Untergang-des-Abendlands-Botschaft kommt rüber. Ständig wird auf dem „Law of Zeus“ rumgeritten, was wahlweise ...