PILLION

Ja, ich bin ein Skarsgård-Fanweib, geb ich zu. Aber es ist nicht nur sein Körper. Der Gute macht sich bei aller Schönheit grundsätzlich null komma null Sorgen, ob die Rollen die er spielt, sympathisch oder gesellschaftlich sanktioniert rüberkommen. Auch hier muss sich Ray, wie der Biker-Traumtyp des kleinen, krumpeligen Losers Colin heißt, von dessen Mutter einiges anhören, das auch nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Apropos an den Haaren herbeiziehen: die Selbstkontrolle des Regisseurs Harry Lighton, Depeche Mode’s „Master and Servant“ nicht mit in den Soundtrack aufzunehmen, grenzt selbst schon an Masochismus. Die britische „Dom-Com" hält sich in punkto expliziter Darstellung von BDSM-Techniken nicht groß zurück und wer in dieser Hinsicht zart besaitet ist, sollte vielleicht doch lieber Bridgerton oder sowas gucken. Das Schöne ist, man geht trotzdem oder vielleicht sogar deswegen beseelt lächelnd nach Hause, denn hinter all dem Schwanzgelutsche und Erniedrige steckt eine wirklich berührende Coming-Of-Age-Story und ein befreiender Aufruf, unbedingt zu sein, wie und wer man will - sobald man es herausgefunden hat. Und naja, Skarsgårds Körper ist natürlich auch ein, zweimal im Bild.




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