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Es werden Posts vom Juli, 2026 angezeigt.

The Odyssey

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Muss man dazu noch was schreiben? Waren ja eh schon alle drin! Aber die Klappe zu Filmen zu halten war noch nie meine Stärke, hier also einige Anmerkungen zu Nolans Ansatz, die Mutter aller Heldenreisen neu zu visualisieren. Zur kreuzdämlichen Debatte, welche Besetzung politisch korrekt ist, sage ich genau nichts, dazu möge man andere Quellen befragen (aber Lupita Nyong'o als Helena und Klytemnästra ist schon sehr cool). Vorausgeschickt: ich hatte Spaß und hab mich die knapp unter 3h solide unterhalten, allerdings bei näherem Hinsehen mit großen Qualitätsunterschieden der einzelnen Episoden, von überflüssig (silberne Roboter-Riesen, die vermutlich die Lästrygonen darstellen sollen) über bieder und klobig inszeniert (eigentlich fast alles bei Hofe auf Ithaka) bis in den besten Momenten fast Kurosawa-esken traumartigen Sequenzen (Circe, Hades).  Die Anti-Kriegs- und Untergang-des-Abendlands-Botschaft kommt rüber. Ständig wird auf dem „Law of Zeus“ rumgeritten, was wahlweise Gastfreun...

WAS HABEN WIR GELACHT

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Hella von Sinnen hab ich mir früher nicht angeguckt. Überhaupt war in meiner Bildungsbürgerkinderbubble RTL unter Niveau. Natürlich kannte man die trotzdem. Aber als ich sie jetzt da sitzen sah, mit ihrer weißen Warnschilderjacke und dem grellen Lippenstift im maximal genervten Gesicht, nicht ein Statement, sondern eine Lawine von Statements, die alle sowas sagen wie fuck you, ist mir egal, ich lass' das jetzt so, da hat sie mich richtig vom Hocker gehauen. Es war in den 80ern und 90ern halt wie mit Thatcher in der Politik, als Frau ging es nur auf die harte Tour im deutschen Fernsehen, und was das hieß, das erzählen diese fünf Damen auf eine sehr reflektierte Art, die auch die eigene Rolle hinterfragt, während sie einigen der Herren natürlich sauber einschenken. Dass die dazu einfach mal nichts sagen dürfen, ist erholsam. Trotzdem ist es im Grunde ein trauriger Film, auch wenn nur Esther Schweins, der "Schönen" unter den Fünfen, die nur passiv lustig sein durfte, mal die...

SCHÖNE SEELEN (UND ANDERE FILMFESTAUSBEUTEN)

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 Man kann schlecht sagen, dass August Diehl ein unterschätzter Mime ist, aber ich WILL sagen, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie verdammt gut er ist. Wandelbar Hilfsausdruck. Womit wir bei Josef Hader wären, der, wie man weiß die Apotheose des Kabaretts verkörpert, aber auch sehr gut schauspielert, nur eben immer ein bisserl einen ähnlichen Typus. Stichwort irgendwie armselig und leicht schmierig. So auch Herbert, in Andalusien lebender und wirkender Expat, der sich als großer Zampano des Nachtlebens betrachten möchte, aber leider über ein, ich nenn’s mal, gewisses Niveau noch deutlich unter Jürgen Drews nicht hinauskommt. Auch seine Angestellten, die er aus desolaten Zugereisten rekrutiert, lassen menschlich und professionell zu wünschen übrig. Freddy, daheim ein Totalversager, erscheint im Vergleich beinahe als leuchtendes Vorbild, denn er ist zwar irrsinnig naiv, aber durchaus empathiefähig und eigentlich voll liab. Blöd, dass die Vorgänge im vermeintlichen Paradies ihn sch...