TEENAGE SEX (AND DEATH) AT CAMP MIASMA

 Es war einmal eine junge, queere, polyamore Regieperson, die schon als Kind für Slasherfilme schwärmte und als Teenager mit dem Freundeskreis Amateur-Horrorfilme drehte. Die Mysogynie und (offenbar auch) Transfeindlichkeit der alten Slasher-Klassiker wie Nightmare on Elm Street hat genervt und musste daher später im eigenen Filmwerk aufgearbeitet und intellektualisiert werden. Und dies wenn möglich auf eine nicht allzu didaktische und humorlose Art und Weise, damit es die Leute auch angucken. Und weil man schon ein paar ganz erfolgreiche Filme gemacht hatte, willigten zwei aus Film und TV bekannte und sehr angesagte Schauspielerinnen ein, mit ihr zu arbeiten. Mehr muss man kaum sagen, denn das vorliegende Werk ist mehr oder weniger Jane Schoenbruns eigene Geschichte, gemixt mit ihren Lieblingsfilmen plus eine Prise Wunschdenken. Vielleicht noch, dass das Ergebnis aus o.g. Gründen schon sehr nach Privatvergnügen riecht und man ziemlich schulterzuckend drinsitzt, weil das alles einem selbst deutlich weniger bedeutet als ihr. Und so richtig witzig ist es halt trotz klarem Satirewillen dann auch nicht. Trotzdem ist es visuell ganz hübsch gemacht, zB die Übergänge zwischen Filmkulisse und Realität (auch Filmkulisse) und zurück. Alles Meta, sag ich mal. Warum allerdings der Bösewicht der fiktiven Filmreihe, „Little Death“, aka Orgasmus, in Form einer Art Lautsprechers auf 2 Beinen rumläuft, hab ich noch nicht letztgültig analysiert und bin für Vorschläge offen. Fazit: Wenn man nicht Jane Schoenbrun ist, muss man nicht dringend rein.



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