VATERLAND

„Vaterland“ ist ein Heimspiel. Erstens hat der Film den passendsten und doch doppeldeutigsten Titel aller Zeiten, über den man, wenn man will, richtig lange nachdenken kann. Zweitens passt er auf die aktuelle Lage, über die ich mich aus Gründen, die im Titel dieses Blogs stehen, nicht ausbreiten will, wie Siegmund auf Eimer. Aber er zeigt auch präzise und in erstaunlich wenigen, aber so vieles anreißenden Bildern die zum Verzweifeln traurige Familie Mann, die dennoch (oder deswegen) eine der besten war, die wir hatten, denn trotz aller interner Vernachlässigung, Bevorzugung, Eitelkeiten, Verwahrlosung, Kontrolle, trotz allen Verschweigens und gleichzeitig Beschuldigens, verstanden sie doch genau, wer sie waren und sein mussten, und waren weit weniger verloren als die, die in dem moralisch und buchstäblich zu Asche zerfallenen Land verharrt hatten. Das ist so lakonisch wie atemberaubend erzählt und sieht auch noch unglaublich gut aus. Eine dunkle Perle von einem Film, die nichtmal Devid Striesow kaputtkriegt.



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